Im Bauche des Kahns – Diashow zur Stadtgeschichte findet am Mittwoch wieder auf dem Wasser statt

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24. Juni 2016

Dieter Janik ist wieder sicher im Hafen. Der Pianist hat in seinem Leben schon einige rollende Wellen erlebt. Überlebt. Am 2. Januar 1986 hatte er das Glück, nicht zu kentern. Die „Arkona“ war im Golf von Biskaya in einen Sturm geraten. Mit ihm, seiner Band und vielen anderen Seelen. Die Stabilisatoren des Schiffs waren ausgefallen. Die „Arkona“ legte sich zu 37 Grad zur Seite, sagt Janik. Sein Klavier lag kopfüber. Doch es gab einen Tag danach.

Im "Kulturklub.berlin": Pianist Dieter Janik spielt mit all seiner Atlantikerfahrung als reisender Musiker endlich im sicheren Hafen (Foto: Pollok PIctures)

Im „Kulturklub.berlin“: Pianist Dieter Janik spielt mit all seiner Atlantikerfahrung als reisender Musiker endlich im sicheren Hafen (Foto: Pollok PIctures)

Das erzählt mir der Pianist an einem Abend letzte Woche im historischen Hafen. Er scheint, das Wasser nicht ganz und gar hinter sich lassen zu können. Denn Dieter Janik spielt im Bauche eines Saalemaßkahns, der hier im Hafen liegt, hier in Berlin auf der Spree. An den Atlantik fühlt er sich bestimmt selten erinnert. Und an den Beinahe-Crash … aber wer weiß?

Nur durch Zufall bin ich in den Kahn gefallen, aufs weiche Sofa direkt vor Janiks E-Piano. Oben an Deck war das Bier ausgegangen. Hier unten im Boot gibt´s den „Kulturklub.berlin“, freitags mit Jazz. Die Menge der Gäste konnte man neulich zwar an anderthalb Händen abzählen, aber das hat ja die schöne Stimmung gemacht. Dieter Janik hatte auch seine Frau mitgebracht.

Am nächsten Mittwoch werden es sicher mehr Besucher werden. Dann gibt es den mittlerweile 45. Lichtbilderabend von Benedikt Goebel, der ab 18:30 Uhr Dias zum historischen Rolandufer, der Waisenstraße und der Gegend an der Stralauer Brücke zeigt – eine Ausnahme und deshalb sehr empfehlenswert. Hereinspaziert, der Kahn trägt bis zu 99 Leute.

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