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Nordfassade Schloss: Noch Werbeplane statt Sandsteinfiguren. Aber bald kommen sie - aus der Spandauer Schlossbauhütte.

Nordfassade Schloss: Noch Werbeplane statt Sandsteinfiguren. Aber bald kommen sie – aus der Spandauer Schlossbauhütte.

Heute beginnt die offizielle Saison bei Berlin on Bike und damit auch die wöchentliche Radtour „Zukunft Berlin“, bei der wir aus aktuellem Anlass am Mauerpark die Rede von Amadeus Hollitzer verlesen, die er am Donnerstag in der BVV gehalten hat, um zu verhindern, dass der Senat die Planung an sich zieht. Zu spät, wie sich herausstellte. Aber auch die BND-Zentrale zeigt Neuigkeiten: Drinnen wurden die Wasserhähne geklaut, draußen gibt´s jetzt eine Fußgängertreppe vom Pankepark zu den Townhouses. Außerdem im Programm:

  • Straßenbau in der Europacity
  • pulverisierte Plattenbauten direkt an der Spree
  • Neues von den Barockfassaden
  • Partizipationsgebaren am Rathausforum

Wirt starten um 11 Uhr in der Kulturbrauerei.

Das Kabarett-Theater „Distel“ in der Friedrichstraße spielt in seinem Jubiläumsprogramm „Endlich Visionen“ auch einen Sketch über Berlin im Jahre 2050. Auf dem „Wowereiter“ unternimmt eine Familie eine Stadtführung und bekommt ein Bild von der Stadt geboten, das wir heute noch nicht kennen, aber vielleicht schon erahnen: Berlins Innenstadt wird bus- und autofrei, Neukölln ein Safari-Zoo für Touristen, Opernhäuser gibt es sieben, verbunden werden sie mit einem „Transopera“, über den auch das einzige Stadtorchester seine Instrumente austauscht, das Berliner Schloss als Humboldtforum wird unter die Erde gelegt, zugunsten des darüber ausgebauten U-Bahnhofs Museumsinsel, denn es gibt eine neue U-Bahnlinie U55 B, die oberirdisch „über den Linden“ verkehrt – zusätzlich zur unterirdischen U55 -, die Linden werden deswegen gefällt, Hertha schießt wegen der Dauersanierung des Olympiastadions aufs Brandenburger Tor und einen Flughafen gibt es nicht, auch nicht in Tegel. Ich war der einzige, der bei der Vorstellung gestern für die autofreie Innenstadt geklatscht hat. Die „Distel“ feiert ihr 60-jähriges Jubiliäum. In dem Programm wirft sie den Blick 60 Jahre in die Zukunft. Es läuft noch bis Ende des Jahres.

Nachdem der Durchbruch’89 den großen Umbruch brachte, kommt der Durchbruch im Jahre’13 eher spät. Oder was kommt einem in den Sinn, wenn man Polizisten entlang der Mauer gehen sieht? Und auch noch auf der historisch korrekten Seite: East-Side… Ein Bühnenstück ist das, reif für die Aufführung! Der Schutzwall-Schützer von einst, kehrt polizeistaatlich inkarniert zurück an eine alte Front, die ihrerseits selber in der Auferstehung begriffen ist. Das Stück wird zur „striking story“, spätestens an dem Punkt, an dem man erkennt, dass die Staatsbediensteten von der East-Side-Gallery am Dienstag heute genau das schützen, was es im Kalten Krieg zu verhindern galt: Durchbrüche. Und auch das Verhältnis der Staatsmacht zum Privateigentümer hat sich ins Gegenteil verkehrt. Früher hat sie ihn vergrault, heute lässt sie sich von ihm rufen. Wie kann sich ein Land in so kurzer Zeit so ändern? – Das kommt mir in den Sinn, nicht „Living Bauhaus“ und nicht die gelöcherte East-Side-Gallery. Dafür umso mehr Deutschlands Schreckens-Achtzigster, der in Berlin mit vielen Gedenkfeiern begangen wird. Gestern Rosenstraße. Was in dieser Woche zu mir durchgebrochen ist, ist die beispiellose Umbruchsaffinität von Deutschland. Nur der Frühling’13 lässt auf sich warten.

Video von Tv.Berlin zur East-Side-Gallery

 

Vor 25 Jahren hätte man sich über „Durchbrüche“ am Friedrichshainer Ufer gefreut. Jetzt ist die Freude über sie gleichbedeutend mit einem Totalabriss der East-Side-Gallery, wie Klaus Kurpjuweit im Tagesspiegel nahelegt, oder sie wird einem, wie von Claudia Fuchs in der Berliner Zeitung, felsenschwer als grundlegende Antipathie gegen das Kunstwerk und Denkmal zur Last gelegt. Ist das wirklich so einfach? Man sollte das differenzierter sehen.

Da ist zum einen die Frage der beiden Bauprojekte, die man aus der Protesthaltung heraus ganz oder teilweise ablehnen kann. Das Hochhaus wird der gebaute Mittelpunkt der grünen Uferzone sein und bringt, nicht schon heute, mehr Dramaturgie in den Freiraum. Wir müssen zukünftig an dem Ding vorbei, zwischen Spreewasser und 63 Meter hoher Balkonfassade wie durch ein Nadelöhr hindurch. Aber in beide Richtungen wartet die Freiheit auf uns. Die Grünflächen verhalten sich zum „Living Bauhaus“ wie die Flügel zum Körper eines Schmetterlings. Aber das setzt voraus, dass der 120 Meter lange Gebäuderiegel nicht auch noch gebaut wird. Und dieser Baukörper, in den auch noch ein Hotel einziehen soll, ist das größere Übel: Nimmt viel mehr Grundfläche weg, verhält sich konkurrierend zur East-Side-Gallery, denn man wird sie ja wohl nicht auf einer Länge von Hundert Metern abreißen wollen. Das Hochhaus nimmt sich nur soviel wie es braucht: Wir reden über eine Öffnung von etwa 30 Metern.

Zum andern ist da die Mauer selbst. Sie wurde zum Kunstwerk, und ihr Alleinstellungsmerkmal war einst ihr zusammenhängender Verlauf. Das bröckelt seit der großen Arena, das Werk verändert sich. Wird es deshalb aber obsolet? Die Gallery wird eine Geschichte mehr zu erzählen haben. Der Tagesspiegel hat es mit einem Bericht ja selbst dokumentiert: Die East-Side-Gallery wird sich durch Versetzungsakte einreihen – ja, sie reiht sich, während sie aus der Reihe tanzt, woanders ein -, nämlich in die berlintypische Translokations-Tradition von Gebäuden, Gebäudeteilen und Denkmälern. Man könnte fast sagen, erst wenn sich ein Denkmal an anderem Orte wiederfindet, gehört es nach Berlin. Insofern gereichen der East-Side-Gallery die Durchbrüche sogar zur Ehre. Das Kunstwerk, das einmal die Mauer war, tritt in eine neue Entwicklungs-Phase ein, die es erfordert, das Bauwerk zu reinszenieren. Schon können wieder die Künstler ran! Wie wäre es mit einem „Living Labyrinth“? – Ein dem Hochhauseingang vorgelagerter kleiner Irrgarten aus East-Side-Beständen, dessen unausweichliche Passage man auch den neuen Hochhauskiezlern quasi zur Wohnauflage macht. Dann wären vielleicht alle Interessen bedient.

Kommentar Tagesspiegel

Kommentar Berliner Zeitung

Bericht Tagesspiegel

 

Wenn Stadtentwicklung, noch dazu Berliner Stadtentwicklung, die Geschichte des europäischen Fußballs zu bestimmen droht, wird es ernst. Zumindest für die Berliner. Halb Deutschland lacht über den Berliner BER, und die andere Hälfte auch. Selbstverständlich gehören zu diesen Glücklichen die Bayern, die sich jetzt mit München für die Fußball-EM im Jahre 2020 beworben haben, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. Am glücklichsten wohl: Horst Seehofer (CSU). Weil es 2020 neben zwölf europäischen Austragungsorten nur eine geben kann, eine EM-Stadt in Deutschland, konnte Seehofer bei der Verkündung der Bewerbung wohl nicht davon lassen, im Konkurrenzkampf München-Berlin den humoristischen „Dolch“ zu ziehen und pries die Allianzarena „in der Nähe eines funktionierenden Flughafens“. Das ist ein Horst im Glück. Und Klaus? Wowereit kontert, dass Berlin große Sportveranstaltungen hervorragend ausrichten könne. Größtes Defizit der Hauptstadt sind aber seine großen Bauveranstaltungen. Warum also nicht seitens Berlin ein seriöses Schwert ziehen und die Fertigstellung des BER mit der Internationalen Bauaustellung 2020 verknüpfen? Fällt doch die geplante Berliner IBA auch ins Jahr der EM. Was für eine Punktladung das werden könnte: Flughafen-Eröffnung und Fußballfest auf einen einzigen Streich! Das hat doch beim Hauptbahnhof auch so gut geklappt. Oder?

Wenn ich das Wort „Gentrification“ lese, geht mir oft der Refrain eines Songs von den „Red Hot Chili Peppers“ durchs Ohr: Californication… und fühle mich wie im Paradies. Der Prenzlauer Berg, wo ich wohne, befindet sich laut einer Karte des Stadtsoziologen Andrej Holm zur Geografie und zum Verlauf der Aufwertung in der Berliner Innenstadt aus dem Jahre 2009 schon in der Hyper-Gentfizierungs-Phase; Friedrichshain in der Modernisierungsphase, Kreuzberg und der Norden Neuköllns und Treptows in der Pionier- und späten Pionierphase. Wedding kommt in der Karte nicht vor. Andrej Holm hält heute um 15 Uhr einen Vortrag mit anschließendem Workshop unter dem Titel  „Chrashkurs: Gentrifizierung – nächster Halt Wedding?“ Dann geht es um den Sprengelkiez, gelegen zwischen Beuth-Hochschule, Ringbahn und Spandauer Schifffahrtskanal. Und der Ohrwurm ist vorbei. (siehe Eventkalender)

Alles hat seine Zeit, und die des Medienspiegels auf Futurberlin ist mit dem letzten vom 5. Februar abgelaufen. Die stichpunkthafte Zusammenstellung von Berichten, Videos und Audios zu Stadtentwicklungsthemen in Berlin, die jeden Autor über kurz oder lang ermüden und zur Maschine machen, wird es auf diesem Blog nicht mehr geben. Dafür: jede Menge lebendiger „Quickies“. – Und was ist das?

 

 

 

In Berlin wackelt nicht nur die Schinkelkirche auf dem Friedrichswerder. Wofür dort der Neubau der luxuriösen Kronprinzengärten die Ursache sein soll – das muss offiziell erst noch bewiesen werden -, sorgen im Westen des Hauptbahnhofs die Bauarbeiten zum neuen Bundesministerium des Innern. Hier klagt heute noch der Hausherr der benachbarten und in Fachwerk so märchenhaft schlummernden Restauranthütte „Paris-Moskau“ über Risse im Gebäude. Aber Wolfram Ritschl wolle das seinen Gästen nicht unbedingt unter die Nase reiben, wie er in der „Abendschau“ sagt. Ein Kamerateam fährt mit der S-Bahn und zeigt die drei Bundesbaustellen Innenministerium, Bildungsministerium und Lüdershaus, die alle, teils verschneit, direkt an der Strecke liegen und ungeachtet von touristischen Augen vor sich hinwachsen. Für das Innenministerium soll das Richtfest schon am 22. Mai stattfinden. Jede Wette, dass das auch ein Grund zum Feiern für Herrn Ritschl ist.

zum Video der „Abendschau“

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Man hält es im ersten Moment für einen Scherz: An der East-Side-Gallery wird ein Hochhaus gebaut. Schaut man aber ins „Planwerk Innere Stadt“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, dann ist tatsächlich zwischen neuer Brommybrücke und O2-Arena der grüne Uferstreifen auf Friedrichshainer Seite durch ein orange gefärbtes Baufeld unterbrochen, auf dem der fast quadratische Grundriss eines Gebäudes eingezeichnet ist. Jetzt machen der Initiativkreis „Mediaspree versenken!“, „Megaspree“ und eine ganze Reihe Aktivisten gegen den Bau mobil. Schon im März soll Baubeginn sein, und wie „Megaspree“ schreibt, werden die Wohnungen auf Immonet.de schon zum Verkauf angeboten. Natürlich ist hier Sturmlaufen ein gerechtfertigter Reflex; es gibt ja den Spreeufer-Bürgerentscheid. Aber der 60 Meter hohe Wohnturm wäre eine Bereicherung für die Berliner Architektur, weil er nicht wie zahllose Beispiele von Berliner Büro- und Einkaufsarchitektur das Stadtbild bannalisiert, sondern wegen seiner Wohnnutzung neue Formen hervorbringt. Vielleicht sollte man überlegen: Wo müsste das Haus denn stehen, wenn nicht dort? Am 26. Februar findet dazu eine Pressekonferenz statt (siehe Eventkalender).

zum Artikel von „Megaspree“ mit Bild

zum „Planwerk Innere Stadt“

 

Nach Helmut Schmidts Beitrag zur Schlossversenkung scheint die Welle, die er auslöste, ausgelaufen. „Der Freitag“ zieht Bilanz und hat blattübergreifend Kommentare gesammelt und sie nach „Pro und Contra Schlossversenkung“ verdienstvoller Weise auch gezählt. Das Ergebnis wird die Stiftung Humboldtforum kaum mögen. Eine Petition, von Rainer Eigendorff aus Berlin ans Abgeordnetenhaus gerichtet, liefert „der Freitag“ als Textanhang gleich mit. Sie läuft noch bis zum 31. März. Welche Aussicht auf Erfolg hat sie?

zum Artikel des „Freitag“

zur Petition „Kein Neubau des Berliner Stadtschlosses“

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Wer in Berlin vor Baustellen steht, zum Beispiel am Leipziger Platz, zum Beispiel an der Rathausstraße in Mitte, und davon erfährt, dass dort für neue Einkaufszentren gebaut wird, der schüttelt oft den Kopf. Als ob Berlin nicht genügend davon hätte. Nein, da geht tatsächlich noch was. Die Umsätze im Berliner Einzelhandel sind im vergangenen Jahr um zwei Prozent gegenüber 2011 gestiegen, schreibt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Sie liegen damit sogar über dem Bundesdurchschnitt. Gestiegen ist neben dem Umsatz auch die Beschäftigung mit drei Prozent, vor allem im Teilzeitbereich. Haben das Shopping-Quartier „Leipziger Platz Nr. 12“ und das „Alea 101″ also Zukunft?

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Jetzt geht’s den Partytouristen in den Plattenbauten der Wilhelmstraße an den Kragen. Wie die Berliner Zeitung schreibt, will der Bezirk Mitte mit strengeren Auflagen und Kontrollen dafür sorgen, dass die Nutzung der Gebäude als Ferienwohnungen für den Eigentümer unattraktiver wird. Um das zu tun, braucht der Bezirk offenbar Mieterlisten als „Beweismaterial“, die er sich jetzt vom Eigentümer vorlegen lassen will. Der Bezirk will außerdem Ferienwohnungen verbieten, wie es Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg vor kurzem vorgemacht haben. Als Grundlage dafür sollen Milieuschutzgebiete festgelegt werden, Moabit zum Beispiel.

Aber wie aussichtsreich ist diese Idee für die Bewohnerschaft der Wilhelmstraße, und leben sie eigentlich in einem Kiez? Vor einiger Zeit sollte einer der Plattenbauten abgerissen werden, ist er samt seiner Einwohner, inklusive Partytouristen, eigentlich gerettet oder nicht?

zum Artikel der Berliner Zeitung

Der wertvollste Entwicklungsstandort der Berliner City West mit großem, noch nicht entdecktem Potenzial ist das unmittelbar im Westen an den Bahnhof Zoo grenzende große Areal zwischen Hardenbergstraße, Fasanenstraße, Landwehrkanal und Bahndamm. Er ist einzigartig in der City West. (zu Google.Maps)

Bereits 1999 hatten Josef Paul Kleihues und Florian Mausbach auf die Chance dieses Areals öffentlich aufmerksam gemacht, als sie eine weit vorausschauende städtebauliche Idee entwickelten, die „Europolis am Bahnhof Zoo“ (zum Entwurf). Nachdem die ersten zwei Jahrzehnte nach dem Mauerfall vorrangig dem Wiederaufbau der Mitte Berlins und der City Ost am Alexanderplatz galten, hat heute eine neue wirtschaftliche Aufbruchstimmung auch die City West erfasst. Dieser neue wirtschaftliche Drang in die City West macht aus einer städtebaulichen Idee jetzt ein aktuelles Planungsbedürfnis. Deshalb haben Jan Kleihues und Florian Mausbach die Idee der Europolis am Bahnhof Zoo wieder aufgegriffen und weiter entwickelt.

Es gibt viele Gründe, über das Gesamtareal und seine Möglichkeiten neu nachzudenken. Der Westen der Berliner Innenstadt ist seit eh und je neben der historischen Mitte der angesehenste Standort Berlins. Der Kurfürstendamm ist der lebendigste und attraktivste Boulevard, der Tauentzien mit dem KaDeWe die  gefragteste Einkaufsstraße und das gründerzeitliche Charlottenburg mit seinem Charme die traditionell gute Lage für Wohnen, Hotels, Restaurants, Galerien, Mode, Unterhaltung, Museen, Theater und Oper. Während der Alexanderplatz das Einkaufs- und Versorgungszentrum Ostberlins bildet,  die Berliner Mitte das nationale, touristische, kulturelle und repräsentative Hauptstadt-Zentrum, ist die City West der urbane Dienstleistungs-Schwerpunkt der Berliner Wirtschaft rund um den geschäftigen Verkehrsknoten Bahnhof Zoo mit Industrie- und Handelskammer, Berliner Bank, Finanz- und Versicherungsinstituten, Anwaltspraxen und großen Hotel- und Kongressangeboten. Dass das Waldorf- Astoria Hotel das neue Hochhaus des Zoofensters wählt, ist mit dem geplanten Zwillingsturm „Upper West“ und weiteren Erneuerungsbauten wie dem Bikini-Haus und dem Zoo-Palast ein deutliches Symbol der Renaissance des Berliner Westens und der City West.

Bisher gibt es nur Planungsüberlegungen für den hinteren Teil des Areals zwischen Hertzallee und Landwehrkanal mit Busbahnhof, TU-Bibliothek und Zoo-Gebäude. Die  Investorenpläne für ein Riesenrad sind gescheitert. Seit das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ins Ernst-Reuter-Haus an die Straße des 17. Juni  gezogen ist, stehen Teile der Bundesbauten an der Fasanenstraße leer. Dies ist Anlass für neue Überlegungen auch für den vorderen Teil des Gesamtareals mit Berliner Bank, Verwaltungsgericht, Museum für Fotografie und Bundesverwaltung. Den Verkehrsmittelpunkt der City West, den benachbarten Bahnhof Zoo, will die Deutsche Bahn AG runderneuern und mit Geschäften beleben. Über einer Tiefgarage soll der Hardenbergplatz neu gestaltet werden. Da die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin Haupteigentümer auf dem Gesamtareal sind, bietet sich die Möglichkeit weitblickender Gestaltung  in öffentlicher Verantwortung.

Heute teilt sich Charlottenburg in zwei städtebauliche Zonen:  in die wegen ihrer belebenden Nutzungsmischung, ihres einheitlichen Maßstabs und ihrer bildreichen Architektur beliebten Gründerzeitquartiere um Kurfürstendamm und Kantstraße einerseits sowie in das durch modernen Nachkriegswiederaufbau und Autogerechtigkeit, solitäre Geschäfts- und Verwaltungsbauten, Kaufhäuser, Hotels und Hochhäuser geprägte Band zwischen Ernst-Reuter-Platz und Urania-Haus andererseits.

Mit der „Europolis“ wird die urbane Tradition der europäischen Stadt mit ihrer lebendigen Mischung, gestalterischen Ordnung und ihrem vertrauten menschlichen Maßstab fortentwickelt durch Verbindung mit dem Städtebau der Moderne und dessen größerer baulichen und technischen Freiheit und den heutigen verkehrlichen, stadthygienischen und ökologischen Anforderungen. Es entsteht ein neues metropolitanes Cityquartier, das in baulicher Dichte, Höhe und urbanem Qualitätsanspruch dem mit öffentlichen Verkehrsmitteln aller Art besterschlossenen City-Standort am Bahnhof Zoo auch in stadtwirtschaftlicher Sicht entspricht.

Die Europolis am Bahnhof Zoo ist ein aus Geschäfts-, Wohn-, Wissenschafts- und Kulturbauten gemischtes, hochverdichtetes, zugleich aber ein großzügig durchgrüntes Stadtquartier. Indem es  den vertrauten Maßstab und die lebendige Mischung der Gründerzeit mit der aufstrebenden Freiheit der Moderne verbindet und so die Vorzüge des klassischen Städtebaus mit denen der Moderne zum Einklang bringt, könnte das neue Quartier auch ein Beispiel geben, wie der ideologische Streit zwischen Traditionalisten und Modernisten, der die Berliner Architekturszene prägt und spaltet, sich überwinden lässt. Auf eine Formel gebracht: Europolis ist Savignyplatz plus Hansaviertel.

Das überwiegend in Landesbesitz befindliche große Gelände  zwischen Hertzallee und Landwehrkanal, mit Anschluss an die Straße des 17. Juni und damit an  die Hauptmagistrale Berlins sowie über die Fasanenstraße, Jebensstraße und Hertzallee an das Zentrum Charlottenburgs, ist heute in seinem Wert völlig unterentwickelt. Sein Hinterhof-Charakter hat seinen Grund in der Sperrriegel-Wirkung des Blocks  auf der Westseite des Bahnhofs. Mit dem Teil-Leerstand von Bürobauten des Bundes – Militärverwaltungsbauten der 1930er Jahre – bietet sich die Chance einer Neuordnung des dortigen Blockinneren und zugleich die Öffnung und Erschließung des Gesamtareals. Dass das Hochhaus der Berliner Bank und die denkmalwerten wilhelminischen Bauten an Hardenberg- und Jebensstraße erhaltenswert sind, steht außer Frage. Gilt dies in Gänze auch für die ehemaligen Militärverwaltungsbauten der 1930er Jahre?

Ein Freiräumen des Blockinneren und Öffnen zum Bahnhof Zoo, zu Hardenbergstraße und Fasanenstraße wie zum Areal nördlich der Hertzallee bietet die einmalige Chance, ein großes Stadtquartier aus einem Guss neu zu gestalten, das in seiner städtebaulichen Bedeutung für Berlin dem neuen Quartier am Potsdamer Platz zu vergleichen ist. Ein Netz der Durchgängigkeit vom Bahnhof Zoo und vom Hardenbergplatz, von der Hardenberg- und Fasanenstraße über die Hertzallee hinaus bis zu Landwehrkanal und Tiergarten würde das Gesamtareal erschließen und öffnen, ihm den heutigen Hinterhof-Charakter nehmen und durch eine entsprechend anspruchsvolle städtebauliche und architektonische Gestaltung zu einem der wertvollsten und attraktivsten urbanen Standorte Berlins machen.

“Vorne der Kudamm hinten die Ostsee“, hat Kurt Tucholsky den Wunschstandort des Großstädters knapp beschrieben. Das trifft, ersetzt man Ostsee durch Tiergarten, auf diesen Standort zu. Durch die Nähe zum Wasser und zum weitläufigen Grün des Tiergartens bietet sich der Ort auch zum urbanen innerstädtischen Wohnen an. Die Gestalt  der Europolis orientiert sich zum einen an der Blockstruktur des gründerzeitlichen Charlottenburgs, um den vertrauten Maßstab der „Erdbewohner“, die Berliner Traufhöhe, als Erlebnishorizont zu erhalten. Aus den vertrauten Blöcken aber wachsen wie städtebauliche „Erker“ und Ecktürme Hochhäuser. Die dem wertvollen Standort geschuldete Dichte wird ausgeglichen durch großzügige Freiflächen, Grün- und Platzflächen, die sich zu einer grünen Kette verbinden, die aus der steinernen lauten City hinaus zum grünen und stillen Tiergarten führt. Angesichts allgemein hoher Nachfrage nach Wohnimmobilien und damit steigender Mieten, aber auch der wachsenden Attraktivität Berlins, ist an diesem Ort eine großzügige und rasche Wohnentwicklung möglich, für ein beispielhaftes modernes innerstädtisches Wohn-, Arbeits-, Kultur- und Wissenschafts-Quartier.

Heute hat die Jebensstraße den Charakter eines Bahn-Hinterhofs – keine gute Adresse für das dortige Fotografiemuseum der Stiftung Preußischer Kulturbesitz! Die Jebensstraße könnte zusammen mit der Sanierung und Aufwertung des Bahnhofs Zoo und seines Umfeldes durch Verkehrsberuhigung zum westlichen Vorplatz des Bahnhofs werden, das benachbarte Bundesareal öffnen, als attraktive Verbindung  zu dem neuen großstädtischen Arbeits- und Wohnquartier zwischen Hertzallee und Landwehrkanal führen bis hinein ins Grün des Tiergartens, entlang an Bahnhof und Bahndamm mit zu öffnenden S-Bahn-Bögen. Die als Einkaufspassagen neu gestalteten Aus- und Durchgänge des Bahnhofs Zoologischer Garten von Ost nach West könnten ihre Fortsetzung finden  in den bereits gegebenen und sich anbietenden Gebäudeabständen der Bauten an der Jebensstraße.

So kann das Blockinnere, von Verwaltungsbauten des Bundes  befreit, sich öffnen und Platz schaffen für einen hohen Turmbau als Mittel- und Höhepunkt der Quartiersentwicklung.

Als Büro- und Hotel-Hochhaus in der Nachbarschaft von IHK und Berliner Bank stärkt der Turmbau sichtbar die City West als Standort der Berliner Wirtschaft. In der Nachbarschaft der Universität der Künste und der Technischen Universität,  in Ergänzung zum Museum für Fotografie und zur TU-Bibliothek kann die Piazza um den Turmsockel und das weitere Umfeld zum Fokus von Aktivitäten in Kunst, Kultur und Wissenschaft werden. Mit einem Aussichtsrestaurant in der Spitze  könnte der Turmbau auch zu einer weiteren Attraktion für den Stadttourismus werden.

Als Wahrzeichen der City West kann der Turm das mittlerweile historische Europa Center – Symbol des Westberlins der 60/70er Jahre – ablösen Als weithin wirkendes Stadtzeichen markiert der neue Turm wie schon der Fernsehturm am Alexanderplatz mit seinen Nachbar-Türmen oder die Hochhäuser am Potsdamer Platz die sich wandelnde Innenstadtsilhouette Berlins mit ihren City-Standorten unterschiedlicher Bedeutung. Als enger Nachbar des markanten Bauwerks des Bahnhofs Zoo gestaltet sich das neue Hochhaus als Campanile-Typus  vergleichbar dem Messeturm an der historischen Frankfurter Festhalle oder dem neuen EZB-Doppelturm an der „Gemüsekirche“ der Frankfurter Großmarkthalle.

Statt des gescheiterten Riesenrades wird in vergleichbarer Höhe, aber mit anderer Symbolwirkung, der Campanile am Bahnhof Zoo zum signifikanten und werbenden Zeichen für die mutige Weiterentwicklung Berlins zur aufblühenden europäischen Metropole.

Natürlich war einer gestern Abend nicht da: Carsten Spallek. Was hat schon ein Baustadtrat auf einer Veranstaltung zu tun, die nur dazu dient, weitere Veranstaltungen anzukündigen? Erst recht, wenn es sich dabei um die Bürgerwerkstatt im Mauerpark handelt. Sie ist keine politische Angelegenheit, sie ist eine Sache der Verwaltung und damit der Grün Berlin GmbH und der von ihr beauftragten Mediatoren Martin Seebauer und Beate Voskamp, die mit Mikrophonen und übergroßen, an die Brust gehängten Namensschildern in der Weddinger Ernst-Reuter-Schule stehen.

Genau wie vor über zwei Jahren sprechen Voskamp und Seebauer mit Bürgern, die gewillt sind, sich mit Ideen, Wünschen und Ansprüchen in die Gestaltung des neuen Mauerparks einzubringen. Mit Bürgern, die darüberhinaus über die beabsichtigte Bebauung nördlich des Gleimtunnels verhandeln wollen, sprechen sie nicht. Zum Beispiel mit Jörg Schleicher von der Stiftung Weltbürgerpark, der sich von Seebauer ausgegrenzt fühlt und im Laufe des Abends öfter dazwischenruft. Aber der Mediator hat dazugelernt. Schleicher wird grundsätzlich abserviert; die Bürgerwerkstatt hat ein Vorspiel.

Jetzt soll weitergespielt werden, und zwar so: Das erste Treffen der Bürgerwerkstatt ist für März geplant. Interne Arbeitstreffen wechseln sich mit öffentlichen Infoveranstaltungen ab. Seebauer will die Bürgerwerkstatt für Interessierte erweitern; bisher seien etwa 40 Teilnehmer registriert, sagt er. Die Ergebnisse sollen auf einer Liste fortgeschrieben werden, die jederzeit und für jedermann auf der Internetseite von Grün Berlin eingesehen werden können. Thematisiert wird nur die Fläche zwischen Gleimstraße im Norden und Bernauer Straße im Süden, also die zukünftige Grünfläche. Und: Seebauer erbittet sich einen fairen Umgang miteinander und erwartet von den Mitgliedern der Bürgerwerkstatt eine kontinuierliche Präsenz.

Obwohl die Bürgerwerkstatt 2011 offiziell für gescheitert erklärt wurde, haben Teile von ihr im Stillen weitergearbeitet. Vorne im Saal hängt ein Konzept (Ausschnitt siehe oben), das Alexander Puell erläutert. Der Park soll vor allem im Interesse der Anwohner gestaltet werden, weniger für die Touristen. Deshalb sollen in der Westhälfte vier Reihen Bäume gepflanzt werden, ein „Platanenhain“, während die Osthälfte auch in Zukunft frei bleiben soll. So verhält es sich auch mit Nord und Süd: Gegenstück für die „quirlige“ Nutzung, wie Puell die Gastronomien und den Flohmarkt an der Bernauer Straße bezeichnet, soll ein Spielgarten mit Teehaus sein, der sich in Höhe des Falkplatzes an der Max-Schmeling-Halle befinden soll. Puell will den Mauerpark nach Norden hin „befrieden“, wie er sagt.

Tolle Idee! Aber gerade im Norden, jenseits des Gleimtunnels (siehe Abbildung unten, roter Bereich), stehen die Zeichen auf Auseinandersetzung. Vor allem die Anwohner der Schwedter Straße im Prenzlauer Berger Gleimviertel wehren sich gegen den städtebaulichen Vertrag, der hier den Bau von 600 Wohnungen mit einer Geschossflächenzahl von 1,7 erlaubt und von der Bezirksverordnetenversammlung Mitte im letzten September nach mehreren verschobenen Sitzungen und mit knapper Mehrheit beschlossen wurde. Der Vertrag war zuvor entgegen dem Kompromiss, den die alte Bürgerwerkstatt und der Bezirk Mitte ausgehandelt hatten, zu Gunsten des Investors kurzerhand geändert worden, was vom Bürgerinitiativen-Netzwerk BIN Berlin als „Staatsstreich“ kritisiert worden war.

Neben der wieder anlaufenden Bürgerwerkstatt-Reihe zur Gestaltung der Grünfläche wird es in den nächsten Monaten auch die Fortführung des Bebauungsplans 1-64 geben. Er soll den städtebaulichen Vertrag „absichern“, wie Hans Göhler von der Grün Berlin GmbH dem Publikum erklärt. Der B-Plan soll irgendwann 2014 festgesetzt werden, nachdem die rechtlich vorgeschriebene Bürgerbeteiligung durchgeführt wurde – die mit der informellen Bürgerwerkstatt nicht zu verwechseln ist. Es hatte sogar schon eine frühzeitige Bürgerbeteiligung gegeben, die erste Stufe im Verfahren, auf der das Bezirksamt Mitte offenbar direkt aufbauen will, ohne den Verfahrensschritt zu wiederholen, wie Frank Bertermann (Grüne), Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung in Mitte, sagte. Er fordert, das B-Planverfahren mit allen Verfahrensschritten zu wiederholen, da sich die Planungsbedingungen ja geändert hätten und außerdem im Raum stehe, den B-Plan vielleicht in verschiedene Bereiche zu teilen.

Auch wenn im Juni schon der zwei Hektar große, erste Teil der Grünfläche fertig sein soll (siehe Abbildung, dunkelgrüner Bereich), erstmal als Zwischennutzung, wird spannender bleiben, was aus dem Bebauungsplan wird. Ohne ihn, kann die Groth-Gruppe nördlich des Gleimtunnels nicht bauen. Aber ohne ihn wird im Zweifel auch der städtebauliche Vertrag rückabgewickelt, erklärt Göhler, und dann wird es auch mit dem zweiten Teil der Grünfläche nichts (hellgrüner Bereich). Wer hat sich das wohl ausgedacht?


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„Ins Schwärmen kommt man da nicht“, sagte ein Mann gestern im Berliner Dom auf der Diskussionsveranstaltung zum Siegerentwurf für die neue Freiraumplanung rund um das zukünftige Schloss. Prompt kam die Antwort vom Podium, in dieser Stadt käme man überhaupt nirgends ins Schwärmen. – „Aua“, sagt da Berlin. „Bin ick euch nich mehr scheene? Für meene uffjespritzte Lippen kann ick ja nüscht, und ooch die Zähne habt da mir jezogen, bis uff een‘, aber globt man nich, ihr könnt ma die Haarnadel aus meine Fastglatze ziehn! Ick sare euch eens: Ick freu mir uff mein neuet Glasooge wie sonst watt, ooch wenn’s woll’n blinder Fleck bleiben wird, ick vastehe nur nich, wieso man mir jetze schon den Lidschatten malt!??“

Kleines Quiz: Was ist gemeint mit den „uffjespritzten Lippen“ von Berlin? Was mit dem „letzten Zahn“, der „Haarnadel“, der „Fastglatze“, dem „Glasooge“ und und dem „Lidschatten“?

 

Muss er denn, muss er denn, aus dem Städtele hinaus? Nein, Klaus Wowereit regiert weiter. Der zurückgetretene Aufsichtsratsvorsitzende des großen BER muss nun nicht, muss nun nicht, aus dem Städtele hinaus und bleibt Berlins Regierender Bürgermeister. Das heutige Misstrauensvotum fiel positiv für ihn aus. Aber ist das auch gut so?

Nein, es ist schade. Mit ein wenig Wirbel hätte ein Votums-„Ja“ das Ende der rot-schwarzen Koalition im Schlepptau gehabt. Zwar bemüht sich Raed Saleh, auf Inforadio Klaus Wowereits Legitimation als gewählter Bürgermeister herauszukehren, aber er vergisst, dass die Berliner im Herbst 2011 nicht nur die SPD gewählt haben, sondern auch die Grünen. Und die kompromisslose Haltung des wiedergewählten Regierenden hatte mit dazu beigetragen, dass ein Teil der Wähler in Berlin heute in der zweiten Reihe sitzt. Mit Neuwahlen, einem ähnlichen Wahlergebnis wie vor anderthalb Jahren und vor allem ohne den Regierenden, wäre Berlins Zukunft eine andere und fortschrittlichere.

Und vielleicht sähe diese Zukunft nach einem durchgeschüttelten Berliner Politbarometer auch für das BER-Projekt samt seinem anhängigen Untersuchungsausschuss anders, nämlich zielführender aus. Martin Delius von den Piraten fordert, dass der Ausschuss sich mehr mit den Versäumnissen, die in der Gegenwart gemacht wurden, auseinandersetzen solle, heißt es bei Inforadio, und nicht nur mit den Vorgängen in den 1990er Jahren. Auch über diese Frage werden die Abgeordneten bald entscheiden. Sagen sie dann „Ja“, wird es dieses Mal auch gut so sein, und nicht schade. Denn die verprellten Berliner sind auf der Suche nach Schuldigen, die noch zu greifen sind. Man lasse sich an dieser Stelle den Satz auf der Zunge zergehen, den Raed Saleh im Gespräch mit Inforadio außerdem noch gesagt hat: „Es ist ein Desaster, aber es ist falsch, das Ganze zu personalisieren.“ –

Genau des Gegenteil sollte der Fall sein. Politische Personalisierung, also diejenigen finden, die innerhalb des Politikbetriebs für Fehler, erst recht für Desaster verantwortlich sind, ist ja die unbedingte Voraussetzung für politische Verantwortbarkeit gegenüber den Bürgern schlechthin. Jeder Politiker steht überhaupt in einer permanenten Personalisierungspflicht. Und kommt er dieser nicht nach, dann ist das mehr als nur schade.