Weltgästeführertag für Fortgeschrittene
Das wird die letzte Frostfahrt in diesem Winter, denke ich, als ich am Freitagabend in den News Ride reloaded #3 starte. Der Lustgarten liegt im Dunkeln, und der Brunnen, ohne Wasser, wirkt wie ein Loch, in das man hineinzustolpern droht, wenn man nicht aufpasst. Zwei, drei Menschen latschen da trotzdem rum. Scheinbar wollen sie vom ebenso im Dunkeln stehenden Berliner Dom ein Foto machen. Es sind, wie beim letzten News Ride, Minusgrade. Ich trage eine lange Unterhose unter meiner Jeans und umkreise langsam radelnd den Brunnen, möchte in Bewegung bleiben und mich auf keinen Fall in die Kälte stellen. Mir ist klar, dass kein Gast kommt. Mir ist nicht klar, ob ich die Tour selber überhaupt fahre. Denn mir läuft seit heute Morgen die Nase, und meine Hände sind kalt. Dabei trage ich wasserdichte Fäustlinge, die innen schön flauschig sind.

Sichelmond hinterm Reiterdenkmal von Friedrich II. Unter den Linden am Freitag, den 20. Februar 2026 (Foto: André Franke)
News Ride für Eisbrecher
Es ist 19:30 Uhr. Ich rolle vom Lustgarten auf das Schloss zu und biege nach rechts Richtung Brandenburger Tor ab. Ich habe mich für die Tour entschieden. Zwei Stopps sind darin enthalten, die ich auch morgen auf der Tour zum Weltgästeführertag anfahren will. Und die Neugier auf die Gedächtniskirche ist zu groß.
Da kommt das Reiterstandbild von Friedrich „dem Großen“ auf mich zu, wie es sonst nicht der Fall ist. Unterm rechten Steigbügel des Königs hängt der Mond, eine ganz zarte Mondsichel, schlank wie die Mondsichel in der Flagge der Türkei. Aber anders als dort, liegt sie horizontal im Abendhimmel. Es ist zunehmender Mond.
Berlin versilbert seine Linden
Hier beginnt der Abschnitt der Linden, der ab dem Sommer umgebaut werden soll. Berlins ältester Boulevard bekommt 157 neue Silberlinden (siehe Morgenpost). Und die Straße verwandelt sich für vier Jahre in eine Baustelle. Ich radle auf der Mittelpromenade und entdecke, dass es die in dem Artikel angekündigte Fußgängerampel an der Kreuzung Glinkastraße schon gibt. Zumindest auf der Westseite der Promenade. Das ist ein bisschen dolle schnell für Berlin.
Weiter westwärts kurz vor der Wilhelmstraße gucke ich mir die Lindenbäume genauer an. Sie sind total verschieden. Manche scheinen erst vor kurzem gepflanzt zu sein, andere sehen tatsächlich alt aus. Aber eine weitere, enttäuschende und irgendwie Mitleid erregende Entdeckung mache ich, die nichts mit der Allee zu tun hat. Am Kiosk sitzt doch tatsächlich eine Touristin auf der Bank am Tisch und trinkt eingemummt in die Winterklamotten Bier aus dem Plastikbecher. Alleine. Auch einen Kiosk weiter, hinter der Wilhelmstraße gegenüber vom „Adlon“, sitzen zwei Leute verloren in der Kälte und ziehen sich die Currywurst rein.
Rasende unter der „Goldelse“
Ich radle durchs Brandenburger Tor und lasse mich mitziehen von einem Radfahrer, der zügig vor mir fährt. Etwas Rotes fällt aus seiner umherwackelnden Jackentasche. Sieht aus wie eine dünne Wollmütze oder ein Halstuch. Schon bin ich dran vorbei. Ich würde ihm gerne mitteilen, dass er was verloren hat, aber er fährt zu weit vor mir und zu schnell. Ich komme selber schon aus der Puste und fahre langsamer. Dann beachte ich ihn nicht weiter und verliere ihn aus dem Blick. Drei Minuten später überholt mich einer, dessen Jacke ebenso flackert wie die von dem Typen vorher. Es könnte auch derselbe sein, denke ich in dem Moment. Aber warum habe ich ihn nicht zurückkommen sehen? Dann entwischt mir auch dieser Typ.
An der Siegessäule biegt er links ab, steht auf der Mittelinsel an der roten Ampel. Als ich dort bin, habe ich keine Lust mehr, die Botschaft zu überbringen. Ich wollte auf der rechten Straßenseite bleiben, um nicht noch einmal die Straßenseite wechseln zu müssen, um den Berlin-Pavillon zu inspizieren. So fahre ich rechts um die Siegessäule herum und weiter durch den westlichen Teil des Tiergartens. Dort vernehme ich fahrradfahrend ein rotes, schönes, warmes Licht. Einen Moment später radle ich an dem grauen Anhänger vorbei. Er stammt zweifellos aus dem Fuhrpark der Berliner Polizei. Ein Autofahrer ist auf der Straße des 17. Juni zu schnell gefahren.
Plattner-Türme vom Baukollegium plattgemacht
Tja, der Berlin-Pavillon. Das Baukollegium hält schützend seine Hand über das Gebäude und hat einem Projektentwickler aus Hamburg einen satten Strich durch die Rechnung gemacht. Der sollte für ein Hasso-Plattner-Unternehmen zusammen mit den Architekten von David Chipperfield hier, zwischen Pavillon und Joseph-Haydn-Straße, zwei Wohntürme bauen, 90 und 130 Meter hoch. Ich gucke mir die Fläche an, zähle die Bäume, stelle fest, dass sie groß sind und pilgere kurz zum „Weltbaum“ von Ben Wagin. Das Wandbild am S-Bahnviadukt mahnt und würde sicher aus der Wand wachsen, sollte hier wirklich jemand die Ausläufer des Tiergartens abholzen wollen. Aber soweit kommt es ja nicht, wie der Tagesspiegel berichtet.

Zoo-Palast während der Berlinale 2026: Farbflash nach dem dunklen Tiergarten-Ride (Foto: André Franke)
Als ich durch den Tiergarten durchs Gaslaternenmuseum fahre und über die Schleusenbrücke will, bleibe ich stehen. Zu schön ist der vereiste und mit Schnee bedeckte Landwehrkanal. Er ist mir ein Foto wert, und ich ziehe dafür gerne meinen linken Handschuh aus. Da merke ich, dass die Hände warm geworden sind. Weiter an der neuen, nachts beleuchteten Zoo-Pagode vorbei, ebenso am Löwentor, radle ich am Rande des Hardenbergplatzes entlang, muss plötzlich absteigen und das Rad schieben, weil der Gehweg durch ein Baugerüst führt. Vor mir laufen langsam Leute, und ich werfe den Blick kurz ins Erdgeschoss der Location, in der früher mal MacDonalds drin war. Heute ist da Risa drin.

Beleuchtete Gedächtniskirche zwischen eingerüstetem Glockenturm und Hochhaus „Upper West“ (Foto: André Franke)
Die illuminierte Ruine
Ich gehe um die Ecke und habe seit dem Brandenburger Tor wieder das Gefühl, in der Stadt zu sein. Der Zoo-Palast strahlt wegen der „Berlinale“ in warmem Rot und Orange, und auf der anderen Seite der Budapester Straße erscheint endlich die beleuchtete historische Turmruine der Gedächtniskirche. Ich habe mein Ziel erreicht, fahre rüber und nähere mich dem Eingang der Gedenkhalle. Sie ist geschlossen.
So komme ich nicht in die Lage, den Blick einzunehmen, den ein Foto in der F.A.Z. vermittelte: den Blick im Inneren der Ruine hinauf zum gedeckelten Turmhelm. Bei der geplanten Umgestaltung des Ruinenraumes soll der Deckel herausgenommen werden, sodass der Himmel über Berlin durch den „hohlen Zahn“, das Loch in der Turmspitze, von unten zu sehen sein wird. Morgen werde ich gegen 14 Uhr wieder hier stehen, denke ich. Und dann werde ich gemeinsam mit meinem angemeldeten Gast in die Gedenkhalle gehen und nach oben sehen. Morgen ist Weltgästeführertag.

Ruinenturm der Gedächtniskirche mit Turmuhr und neuer Glockenturm, eingerüstet wegen Sanierung (Foto: André Franke)
Weltgästeführung ohne alles
Am Samstagmorgen ist es hell und warm. Der Himmel ist bedeckt von grauen Wolken. Sechs Grad Celsius liegen in der Luft, Temperaturen weit über den Nullpunkt. Die Straßen sind wegen des schmelzenden Schnees nicht gerade einladend. Alles ist nass. Ich ziehe mich zu dick an, trage wieder Winterjacke und Handschuhe, denn die Tour heute wird drei Stunden dauern.
Auf dem Weg zum Treffpunkt fahre ich einen Schlenker über Mitte. Gehe noch mal kurz in den Garten der ESMT, den ich später auf der Tour besuchen werde. Auch dieser Brunnen, der Mosaikbrunnen von Ortraud Lerch, schweigt still. Kein Plätschern, kein Rauschen in der Luft. Aber um den Brunnen geht es heute auch nicht. Das Motto der Tour, die ich als Beitrag zum Weltgästeführertag anbiete, lautet: „Mit offenen Augen durch die geschlossene Stadt“. Es geht um die Zugänglichkeit und Unzugänglichkeit von Stadträumen. Die Hochschule plant einen Campus.
Anschließend radle ich über Kreuzberg nach Friedrichshain. Am Engelbecken sehe ich Leute Schnee schieben. Es ist eigentlich Wasser, das sie schaufeln. Ein Bauarbeiten-Schild steht am Rand des Beckens, und ich denke, da wird offiziell Eisfläche geräumt und gesichert. Als ich näher komme, sehe ich, dass das Privatmenschen sind. Sie treffen sich, um Eishockey zu spielen und richten sich im Schmelzwasser ein rechteckiges Spielfeld ein. Die Eisdecke ist immer noch so dick, dass sie mit Schlittschuhen drüberfahren können. Aber die Wassermengen sind so groß, dass einer statt der Schneeschaufel das Bauschild in die Hände nimmt, um damit schneller mehr Wasser auf die Seite werfen zu können.
Ohne Luft und Gast
Über die Köpenicker Straße und Oberbaumbrücke komme ich endlich in die Nähe des Treffpunkts. Es ist 10:45 Uhr. Mein Fahrrad rollt irgendwie schwer. Vielleicht liegt es am Rollsplitt, der überall rumliegt. Auch auf dem Radweg. Das Lenken fühlt sich komisch an. Als ich von der Stralauer Allee in die Danneckerstraße zum Rudolfplatz einbiege, merke ich, dass ich einen Platten habe. Sofort wird mir klar, die Tour ist beendet bevor sie begonnen hat. Heute wird es keinen ESMT-Campus geben, keine Schlossfassade, kein Pergamonmuseum, keine Silberlinden und auch keinen Himmel über der Gedächtniskirche. Zum geplanten Hochhaus in der Rudolfstraße, das ich gleich zu Beginn der Tour zeigen möchte, könnten wir vielleicht noch gehen, der Standort ist um die Ecke, aber ich denke nur: Warum habe ich weder Werkzeugtasche noch eine Luftpumpe dabei?
Anfängerfehler. Ich schiebe das Fahrrad die Danneckerstraße entlang und erreiche den Treffpunkt an der Zwinglikirche. Dann warte ich auf den Gast, der für mich Gold wert ist, obwohl die Tour kostenfrei ist. Doch er kommt nicht. Da bin ich erleichtert, wenn auch nicht froh. Jetzt muss ich nur noch nach Hause kommen. Zu Fuß. Eine Stunde später erreiche ich den Wasserturmplatz in Prenzlauer Berg. Das Fahrrad an der Seite. Die Jacke offen. Die Handschuhe im Rucksack. Die Nase läuft immer noch. Ich bin nicht froh, aber trotzdem gut drauf. Und ich freue mich, aus den schweren Klamotten rauszukommen, den Winterstiefeln, und eine Suppe zu essen.
Auf der Suche nach der verlorenen Matinee
Am Sonntagmorgen geht es mir gut. Ich habe die Kurve gekriegt, und aus der triefenden Nase ist keine Erkältung geworden. Draußen nieselt es. Drinnen ist es schön ruhig. Mal in den Eventkalender gucken, denke ich. „Metropolis“ läuft im Kino Babylon, aber erst am Abend. Werde ich eher nicht hingehen heute. Und dann beschleicht mich das Gefühl, dass mir ein Event im Kalender abhanden gekommen sein muss.
Ich suche vergeblich die Dauerausstellung zum Romanischen Café im Europacenter. Im Hinterkopf habe ich die ein oder andere Zusatzveranstaltung, welche die Ausstellung begleiten. Gerade am Wochenende. Dann finde ich den Kalendereintrag im Jahr 2025. Ich hatte das Enddatum 31. Dezember eingegeben. Daher taucht die Ausstellung im neuen Jahr nicht mehr auf. Als ich das ändere und auf die Webseite der Ausstellung gehe, springt mir Joseph Roth ins Gesicht: eine Matinee-Lesung seiner Texte zum Kurfürstendamm um 11:30 Uhr. Wunderbar.
Da ich noch den Platten habe, fahre ich mit der U2 hin, steige am Bahnhof Zoo aus. Dort gehe ich den gleichen Weg, den ich am Freitag-Abend schon mit dem Fahrrad genommen habe, die Budapester Straße nördlich vom Breitscheidtplatz entlang, und sehe die Gedächtniskirche im trüben Vormittagslicht, ganz unscheinbar, aller Illuminationen beraubt. Da bin ich mir plötzlich selber dankbar, dass ich mir vorgestern den News Ride durch die Kälte verschrieben hatte, denn ich erkannte, welche Fallhöhe auch Bauwerke haben können – im Tagesverlauf und zwischen den Jahreszeiten. Dieser Sonntag gehört schon in den Frühling, auch wenn keine Sonne scheint.
Roths „Roter Richard“
Im Europacenter liest Michael Bienert an einem Pult stehend Texte von Joseph Roth. Wir Gäste sitzen auf gepolsterten Klappstühlen, umgeben von Labyrinth-artig arrangierten, bunt und detailreich bebilderten Ausstellungswänden. Es ist gemütlich hier. Beinahe wie im Café. Hier geht es ja um das Café. Um das „Romanische Café“, legendäre Berlin-Location. Auch Joseph Roth hat sich hier aufgehalten, nachdem das „Café des Westens“, Vorgänger-Café des späteren „Kranzler“, 1921 geschlossen wurde.
Bienert, von Beruf Berlinologe, liest, was Roth vor hundert Jahren geschrieben hat: wie der „Rote Richard“, Zeitungskellner im „Romanischen“, den Gästen die gewünschten Blätter reicht; wie die Cafés auf dem Kurfürstendamm die Pariser Straßencafés nachahmen, aber dabei den Fehler begehen, die Sitzplätze auf der Terrasse einzuzäunen und vom Publikumsverkehr abzugrenzen. Irgendwie auch eine Art „Anfängerfehler“. Roth machte sich sogar Gedanken darüber, wie man den Berliner Kutschpferden mitteilen könnte, dass es nicht normal für Pferde auf der Welt sei, vor einen Wagen gespannt zu werden, sondern dass Pferde früher einmal frei herumtraben konnten. Diese Roth-Beobachtung sollte mir später am Tag noch eine Entscheidung abnehmen.
Gedenkhalle to go
Nach der Lesung verlasse ich das Europacenter und betrete den Breitscheidtplatz. Ich hätte gestern hier sein sollen, nun bin ich es heute. Das ist die Gelegenheit, in die Ruine zu gehen. Und ich mach´s. Die Gedenkhalle ist voller Menschen. Boden, Gewölbedecke und Wände sind voller Bildergeschichten. Eine Jesus-Statue steht auf der einen Seite, daneben das Nagelkreuz von Coventry. Hinter dem Souvenirshop-Counter stehen zwei Stadtmodelle. Hier wird es eng, und man schiebt sich um die großen Glaskästen herum. Ein Modell zeigt den Auguste-Viktoria-Platz, wie er mit der intakten Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche vor dem Krieg aussah, das andere zeigt den Breitscheidtplatz, wie er mit dem „hohlen Zahn“ und mit „Lippenstift und Puderdose“, den Neubauten Egon Eiermanns, heute aussieht. Im ersten Modell erblicke ich auch das „Romanische Café“. Über unseren Köpfen ziehen sich zwei schwebende Treppen ins Obergeschoss hinauf. Eine Glastür versperrt den Zugang. Mehr ist vom Turm nicht zu sehen.

Stadtmodell vom ehemaligen Auguste-Viktoria-Platz mit vollständiger Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und Romanischem Café (Foto: André Franke)
Als ich die Gedenkhalle verlasse, lese ich „Guides Tours“ und gehe zurück zum Counter, frage nach. Genau in diesem Moment macht sich die Verantwortliche, eine Glocke mit Klöppel auf der Hand, für die Führung bereit. Berlin, du bist so wunderbar.
Kims Weltgästeführung durch den Turm
Kim aus Lübeck hat Kunstgeschichte studiert und führt uns durch die Bildergeschichten der Gedenkhalle: die abgebildete Lebensgeschichte von Wilhelm I., der fehlende Kopf von Friedrich III., der abgebrochene Schnabel des Adlers. Anschließend gehen wir raus, durch den ehemaligen Haupteingang der Kirche, stehen vor dem großen Rosettenfenster ohne Glas. Später stehen wir oben, ein Stockwerk höher, und blicken durch dieses Riesenfenster aus der Ruine heraus, sehen „Zoofenster“ und „Upper West“. Das Fenster liefert den zwei Hochhäusern einen (im wahrsten Sinne des Wortes) „ausgefallenen“ Bilderrahmen. Das Eckige sitzt im Runden.

Blick durchs glaslose Rosettenfenster auf Neubauten: neuer Kirchensaal, Upper West und Zoofenster (Foto: André Franke)
Von hier aus blicken wir hoch in den Turm. Treppen mit Geländer führen an den rohen Wänden hinauf. Eine graue Decke, ganz oben, verhindert die offene Sicht in den Turmhelm. Und genau das wird sich ändern. Bald fällt der Himmel über Berlin herein, Tageslicht auf die Orgelempore, auf der wir stehen.
Die Welt ist klein, an diesem Weltgästeführertag 2026, der das ganze Wochenende stattfindet. Vier Damen aus der Gruppe kommen ebenfalls aus Lübeck, und die Gäste freuen sich mit der Gästeführerin.
Kutschpferd im Café
Sonntag, früher Nachmittag. Im zugigen Turm ist mir kalt geworden. Ich gehe zu Fuß nach Hause. Als ich in der Budapester Straße am „Einstein Café“ vorbeikomme, muss ich rein. Ich bin wegen des „Romanischen Cafés“ gekommen und am Ende in einer Kriegsruine gelandet. Durch ein Café will ich den Ort wieder verlassen. Dann lacht mich doch tatsächlich drinnen ein „Einspänner“ an. Er steht auf der Menütafel, und ich bestelle einen, ohne mit der Wimper zu zucken. Ich will ihm doch sagen, dass er die Droschke, die seinen Weg bestimmt, gar nicht zu ziehen braucht.
Links
- taz (u.a) zum Bau des Wohnturms Rudolfstraße v. 2. Dezember 2025
- Morgenpost zum Umbau Unter den Linden v. 1. Dezember 2025
- Tagesspiegel zu den Hochhäusern im Tiergarten v. 3. Dezember 2025
- „Zu viel des Gedenkens“, F.A.Z. zum Umbau der Gedächtniskirche v. 25. November 2025 (dort im Archiv zu lesen)
- Ausstellung „Romanisches Café“ im Europacenter
- Berlinologe Michael Bienert
- Eventkalender auf Futurberlin.de











