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	Kommentare zu: Mit Schiller: Was heißt und zu welchem Ende studiert man Fahrradgerechtigkeit?	</title>
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	<description>Guide für Gegenwart und Zukunft der Stadt</description>
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		Von: Ingolf Berger		</title>
		<link>https://futurberlin.de/was-heisst-und-zu-welchem-ende-studiert-man-fahrradgerechtigkeit#comment-2955</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ingolf Berger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2014 08:44:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Schön, das in dem dazugehörigen Artikel mal der Begriff &quot;Verkehrsgerechtigkeit&quot; auftaucht. Aber dabei bleibt es leider auch. Denn allzuoft reduziert sich die stadt- und verkehrsplanerische Debatte in Deutscchland und Berlin darauf, man müsse nur und ausschließlich den Fahrradverkehr fördern - und schon sind alle Probleme gelöst. Fußgänger und Öffentlicher Verkehr spielen in dieser Debatte oft gar keine Rolle mehr - ganz im Gegenteil, Einschränkungen für diese werden zu Gunsten des Fahrrades hingenommen oder sogar gefordert. 

Aus meiner Sicht ist aber diese Fokussierung allein auf das Fahrrad ein großer Irrtum - denn das Auto ist so attraktiv, dass nur eine gemeinsame Förderung aller Alternativen dazu - also Fußgänger- Rad- und Öffentlicher Verkehr - zu einer Reduzierung der Autonutzung und attraktiveren Städten führen kann. 

Und dazu gehört auch, dass dem Auto an einigen Stellen Flächen weggenommen werden - daher sehe ich das Beispiel mit der Linienstraße und Torstraße keineswegs als Musterlösung an. Denn allzuoft sind gerade die Hauptstraßen auch vielgenutzte Geschäftsstraßen, die selbstverständlich auch ein wichtiges Ziel für den Radverkehr darstellen und über eine angemessene Fahrradinfrastruktur verfügen sollten. 

Allerdings darf es dabei nicht zu Lösungen, wie in der Schloßstraße in Steglitz, kommen, wo wir eine Verbesserung der Radverkehrinfrastruktur zu Lasten des Öffentlichen Verkehrs bekommen haben. Dort wurden Radstreifen abmarkiert und die Busse auf eine Fahrspur zusammen mit dem Autoverkehr zusammengequetscht - mit der Folge, dass auf einer der meistgenutzten ÖPNV-Achsen wir in Berlin heute permanent im Stau stehende Busse und unkalkulierbare Fahrzeiten haben. Hier wurde der ÖPNV gegen den Radverkehr ausgespielt - und für das Auto praktisch der Status Quo erhalten. Das hat aus meiner Sicht mit stadtverträglicher Verkehrsplanung nicht viel zu tun - wird aber von vielen als Fortschritt verkauft....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schön, das in dem dazugehörigen Artikel mal der Begriff &#8222;Verkehrsgerechtigkeit&#8220; auftaucht. Aber dabei bleibt es leider auch. Denn allzuoft reduziert sich die stadt- und verkehrsplanerische Debatte in Deutscchland und Berlin darauf, man müsse nur und ausschließlich den Fahrradverkehr fördern &#8211; und schon sind alle Probleme gelöst. Fußgänger und Öffentlicher Verkehr spielen in dieser Debatte oft gar keine Rolle mehr &#8211; ganz im Gegenteil, Einschränkungen für diese werden zu Gunsten des Fahrrades hingenommen oder sogar gefordert. </p>
<p>Aus meiner Sicht ist aber diese Fokussierung allein auf das Fahrrad ein großer Irrtum &#8211; denn das Auto ist so attraktiv, dass nur eine gemeinsame Förderung aller Alternativen dazu &#8211; also Fußgänger- Rad- und Öffentlicher Verkehr &#8211; zu einer Reduzierung der Autonutzung und attraktiveren Städten führen kann. </p>
<p>Und dazu gehört auch, dass dem Auto an einigen Stellen Flächen weggenommen werden &#8211; daher sehe ich das Beispiel mit der Linienstraße und Torstraße keineswegs als Musterlösung an. Denn allzuoft sind gerade die Hauptstraßen auch vielgenutzte Geschäftsstraßen, die selbstverständlich auch ein wichtiges Ziel für den Radverkehr darstellen und über eine angemessene Fahrradinfrastruktur verfügen sollten. </p>
<p>Allerdings darf es dabei nicht zu Lösungen, wie in der Schloßstraße in Steglitz, kommen, wo wir eine Verbesserung der Radverkehrinfrastruktur zu Lasten des Öffentlichen Verkehrs bekommen haben. Dort wurden Radstreifen abmarkiert und die Busse auf eine Fahrspur zusammen mit dem Autoverkehr zusammengequetscht &#8211; mit der Folge, dass auf einer der meistgenutzten ÖPNV-Achsen wir in Berlin heute permanent im Stau stehende Busse und unkalkulierbare Fahrzeiten haben. Hier wurde der ÖPNV gegen den Radverkehr ausgespielt &#8211; und für das Auto praktisch der Status Quo erhalten. Das hat aus meiner Sicht mit stadtverträglicher Verkehrsplanung nicht viel zu tun &#8211; wird aber von vielen als Fortschritt verkauft&#8230;.</p>
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