Wie Futurberlin entstand

Nachdem ich im Herbst 2009 für die Fachzeitschrift Planerin den Artikel „Der Turm kippt zur Spree“ geschrieben hatte, wollte ich den Text für mich selbst und für andere zugänglich halten. So begann dieser Blog, den ich “Futurberlin” nenne, weil er das berühmt gewordene, geflügelte Berlin-Wort

“Immerfort im Werden, niemals im Sein”

zum Thema macht (Karl Scheffler, 1910). Futurberlin ist also in erster Linie ein Arbeitstitel.

Wie sich Futurberlin verändert hat

Das Werden Berlins zu begleiten, begann mit Nachrichten. Dann folgten „Fotostories“ und Interviews, auch ein paar längere Texte. Später kamen die Social Media-Kanäle auf Twitter und Facebook dazu, ein externer Eventkalender auf Google und schließlich der „Skyscraper“, der Newsletter, der ab Februar 2015 eine Eigendynamik entwickelte und streckenweise den Sinn des Blogs und meine persönlichen Kapazitäten in Frage stellte (ähnlich wie es auch Social Media tat).

Mit dem Eventkalender, in dem ich über die Veranstaltungen der zahlreichen Stadtentwicklungsakteure informierte, wuchs der Service-Gedanke von Futurberlin bis hin zu dem Experiment, den Blog als „Portal“ zu begreifen (Anfang 2016). Allen Stoff (ungeachtet seiner Qualität oder seines Formats) pustete ich fortan – weil es so einfach war – durch einen selbst geschaffenen PR-Kanal. Der Versuch war bald beendet, da ich die Inflation begriff.

Über mich

Ich stamme aus Karow im Jerichower Land, bin Jahrgang 1976, wohne seit 1997 in Berlin, habe an der TU Stadt- und Regionalplanung studiert und danach zwei Jahre lang als Stadtplaner im Büro gearbeitet. Seit 2009 bin ich haupt- und freiberuflich für mehrere Agenturen als Stadtführer tätig und verbringe die meiste Zeit unter dem “Himmel über Berlin”, weil ich das Werden der Stadt täglich sehen wollte. Deshalb biete ich mit Futurberlin auch geführte Touren an.

Was aus Futurberlin werden könnte

Das Experimentieren mit Formaten (der „Tagestopper“ war auch so ein kurzlebiges) lässt sich irgendwie nicht vermeiden. Und es ist über zehn Jahre hinweg auf dem Blog auch schwer darstellbar, deshalb vielleicht verwirrend. Sie finden hier mit zwei, drei Beiträgen anderer Schreiber zum Beispiel auch Ansätze eines Autorenblogs. Und vielleicht geht das Werden des Blogs in diese Richtung weiter. Mal sehen. Im Moment finde ich es spannender:

Tools zu entwickeln, mit denen ich den Stoff der Berliner Stadtentwicklung aufbereite und ihn für andere leichter zugänglich machen kann. — Daher heißt der „Blog“, der ja inzwischen mehr ist als das, im Untertitel jetzt auch „Texte, Tools & Touren“.