Steckbrief Schiffbauer Damm

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4. April 2017

Der Schiffbauerdamm wird ans Spreeufer verlegt und bekommt seine historische Lage zurück. Dadurch entsteht Bauland für den letzten Teil des Band des Bundes. Der preisgekrönte Entwurf von Karin und Ramsi Kusus sieht eine ovale Großform vor, die sich östlich der Luisenstraße in das dreiseitige Gelände zwischen Stadtbahn und Spree erstreckt. Es entstehen auch neue Blöcke und eine Quartiersstraße. Sie führt vom Schiffbauerdamm zum denkmalgeschützen News Store.

Der Preis dafür: die DDR-Plattenbauten werden abgerissen. Wohl ein geringer Preis. Vor zwei Jahren hab ich noch ein Foto gemacht, das den Rest eines der Gebäude zeigt. Es sah skurril aus, wie mitten in einem Gewerbegebiet (siehe Blogpost: „Klein-Lichtenberg mitten in Mitte“).

Der hohe Preis: das Gebäude von Verdi

… ein nicht ganz neuer Artikel in Berliner Zeitung v. 19.3. 2016 (Zukunft vom Verdi-Gebäude, Schiffbauerdamm 19), darin steht:

  • Bund plane eine Alternative ohne Abriss des Verdi-Hauses
  • der Luisenblock-Ost-Entwurf von Kusus+Kusus Architekten wäre mit Verdi-Haus möglich, es würde umbaut werden
  • die Bebauungspläne würden 2016 für beide Alternativen vorbereitet
  • Stadtplaner Dieter Hoffmann-Axthelm würdigt Verdi-Haus als Baudenkmal, es sei das letzte frühmoderne Geschäftshaus am Schiffbauerdamm (1910-12 gebaut)
  • Verdi und die Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) hätten sich in Verhandlungen über Kaufvertrag angenähert

Auch DIE WELT hat in einem Artikel v. 29.3.2017 keine Neuigkeiten zur Abrissadresse Schiffbauerdamm Nr. 19 herausgefunden. Verdi befinde sich mit der Bima immer noch „in einem konstruktiven Verhandlungsprozess“.

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