Steckbrief East-Side-Gallery / Living Levels

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30. März 2013
"Himlen over Berlin", East-Side-Gallery, März 2013, © André Franke

„Himlen over Berlin“, East-Side-Gallery, März 2013, © André Franke

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Wohnhochhaus „Living Levels“

  • Eigentümer: Maik Uwe Hinkel
  • Architekten: Tchoban Voss (Projekt auf archdaily.com)
  • Höhe: 63 Meter
  • Geschosse: 14
  • Wohnraum: 56 Eigentumswohnungen
  • Fertigstellung: Mitte 2015

Gebäuderiegel (geplant, neben „Living Levels“)

  • Eigentümer: israelisches Konsortium
  • Nutzung: Hotel und Büros
  • Länge: 120 Meter (parallel zur East Side Gallery)
Bild von Thomas Klingenstein. Im Hintergrund: Wohnhochhaus "Living Levels", DAS Berliner Baudrama des Jahres 2013

Bild von Thomas Klingenstein. Im Hintergrund: Wohnhochhaus „Living Levels“, DAS Berliner Baudrama des Jahres 2013

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Chronik

1990: Rückübertragung der Ufergrundstücke an Alteigentümer

1991: Denkmalschutz für die East-Side-Gallery

1992: Städtebaulicher Wettbewerb mit Ergebnis: 1 Hochhaus, 1 Gebäuderiegel und 10 Stadtvillen

1997: Beginn Bebauungsplanverfahren V-74

1999: Ergebnis des Wettbewerbs in Planwerk Innenstadt übernommen

2000: Bauvorbescheide für Hochhaus und Gebäuderiegel

2001: Bezirksfusion Friedrichshain-Kreuzberg

2001: Bündnis 90/Die Grüne stellt Baustadtrat Franz Schulz (macht Stadtvillen zu Grünfläche)

2005: Bebauungsplan V-74 von Bezirk beschlossen (mit Hochhaus, Gebäuderiegel und East Side Park)

2006: Öffnung der ersten Mauerlücke für O2-World-Bau

2008: Sanierung der East-Side-Gallery

2008: erfolgreicher Bürgerentscheid gegen “Mediaspree”

2008: Baugenehmigung Hochhauseigentümer (noch Immobilienfirma Stofanel)

2012: von Xhains Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne) vorgeschlagener Grundstückstausch von Finanzsenator Ulrich Nußbaum abgelehnt

2012: Eigentümerwechsel: Maik Uwe Hinkel kauft Hochhausgrundstück

1. März 2013: Abriss des ersten Segments des Mauerbildes “Himlen over Berlin”, Proteste und Online-Petition (77.000 Unterschriften) gegen Abriss

7. März 2013: Abriss weiterer Mauerteile in den Morgenstunden (am Tag der anstehenden Verhandlungen), danach Demo Rotes Rathaus

April 2017: Die Grünen wollen, dass die East Side Gallery UNESCO-Weltkulturerbe wird berliner-zeitung.de

Westseite: Graffities. Im Hintergrund Neubauten im Umkreis der O2-Arena (ab 1. Juli 2015 "Mercedes-Benz"-Arena)

Westseite: Graffities. Im Hintergrund Neubauten im Umkreis der O2-Arena (ab 1. Juli 2015 „Mercedes-Benz“-Arena)

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Links / mehr Infos

Futurberlin empfiehlt:

  • Wohntower ja, Gebäuderiegel nein
  • Teile der East-Side-Gallery unter Beteiligung der Gallery-Künstler auf Freifläche reinszenieren
  • Brommybrücke ja, aber ohne Durchbruch zur Mühlenstraße (Rad- und Fußverkehr über die Grünfläche führen)

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