„Schild und Schwert“ der Mieter – An der Wunschliste Holm macht sich auch der Weihnachstmann zu schaffen

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22. Dezember 2016

Der Weihnachtsmann muss sich diesjahr scheinbar keine Mühe geben. Er hat nicht tausende Wunschlisten mit tausenden Wünschen von tausenden Kindern abzuarbeiten. Er sieht sich 2016 insbesondere mit Erwachsenen konfrontiert, mit den Großen Berlins. Groß, weil sie große und immer größer werdende Geldbeträge an ihre Vermieter überweisen (und überhaupt nicht mehr damit klarkommen!) Die Großen machen es dem Weihnachtsmann aber einfach. Sie haben nur einen einzigen Wunsch! Nicht tausende. Sie wollen, dass Andrej Holm, „Schild und Schwert“ der Berliner Mieter, Staatssekretär für Berliner Stadtentwicklung bleibt. Er möge mir dieses Etikett verzeihen. Aber es trifft doch gewaltig zu.

Wunschliste Andrej Holm

Auf der Wunschliste Holm stehen aktuell 3.370 Namen (Stand: 22.12.2016, 12:34 Uhr; siehe: Petition change.org). Es werden stündlich mehr. 350 Wissenschaftler unterstützten ihn (siehe: Tagesspiegel). 16 Kiez- und Stadtinitiativen tun es ebenso (siehe: Blog „Wem gehört Moabit“). Wann haben sich die Berliner jemals so für eine Personalie eingesetzt?

Wunschliste 2.0: Holm-Petition auf Change.org

Wunschliste 2.0: Holm-Petition auf Change.org

Die Morgenpost schreibt heute, die Humboldt Universität wolle Holm erst anhören. Eine Entscheidung fällt wohl im Januar. Wir werden sehen, wie der fleißige Weihnachtsmann gedenkt, darauf einzuwirken. Sieht so aus, als bereite ihm die Wunschliste 2.0 doch ein wenig Arbeit, wenn ihm nicht einmal der ganze, restliche Dezember ausreicht, um sie abzuhaken.

Nur ein Wunsch? Sind die Berliner bescheiden geworden? Nein, sie wissen, was sie wollen. Die Großen wollen die Wende.

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Ein Kommentar zu „Schild und Schwert“ der Mieter – An der Wunschliste Holm macht sich auch der Weihnachstmann zu schaffen

  1. Klaus Krause on 19. April 2017 at 1:56 PM

    Herr Holm hat mit den Äußerungen zu seiner Stasitätigkeit seine immer noch vorhandene Verachtung für die eingemauerten Untertanen gezeigt. Er tat seine Tätigkeit mit „Radiohören“ und „Berichte zusammenschreiben“ ab. Hatte er im Radio nicht mitbekommen, dass die Revolution schon auf den Straßen war? Was stand in den Berichten, vielleicht „Die Werktätigen Massen stehen fest zur Politik von partei und Regierung“ oder „Der Zorn wurde inzwischen größer als die Angst, ein Umschlag der Geschichte zeichnet sich ab“. Nichts davon!

    Immer noch nicht war begriffen worden, was das jahrzehntelange (zuletzt die Mauer, 10314 Tage) Abschneiden von der Welt bedeutet. Richtige Zeitungen waren verboten. Die Lebensperspektive war im Rentenalter beantragen zu dürfen für 30 Tage im Jahr mit 15 DM in der Tasche in die Welt zu dürfen.

    Kürzlich zeigte Frau Lompscher sich zum Fall Holm überrascht, dass die Stasi noch solche Emotionen hervorruft. Zuerst wurde das Werkzeug, die Stasi zum Schuldigen erklärt und dann rufen die Emotionen Verwunderung hervor. Mit dieser Verharmlosung wurde gezeigt, dass immer noch nicht begriffen wurde, was Sozialismus für die Untertanen bedeutete!

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