Der Ruf des Rathausforums

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21. April 2015
"Grenzsteine" des Rathausforums: die Marienkirche (links), die Rathauspassagen (hinten). Vermittelndes Grün, das es heute schon nicht mehr gibt. (Foto: André Franke, Sommer 2014)

„Grenzsteine“ des Rathausforums: die Marienkirche (links), die Rathauspassagen (hinten). Vermittelndes Grün, das es heute schon nicht mehr gibt. (Foto: André Franke, Sommer 2014)

Ist das nicht ein passables Stadtbild? Marienkirche, Rathauspassagen, Grün. In beiden Gebäuden finde ich den gleichen Farbton. Die Feldsteine der Kirche erreichen aus dieser Sicht die Größe der Fenster der entfernten Passagen. Die Bäume vermitteln zwischen altem und jungem Gebäudestein. Ich finde diese Momentaufnahme schön! Aber es ist eben ein Bild, das einen Rahmen hat. Geht man ein paar Schritte weiter oder zoomt sich raus, sieht es schon wieder ganz anders aus, und überwältigt von den riesigen Dimensionen verliert man den Blick fürs Detail. Oder man verliert ihn, weil es auf dem Rathausforum mittlerweile drunter und drüber geht. Die Kirche verschwand hinterm Bauzaun, die Bäume gleich komplett. Und die Rathauspassagen sind seit Jonny K. für viele ein Angst-Raum. Das wurde auch am Sonnabend bei der Auftaktveranstaltung der Bürgerbeteiligung gesagt. Spätestens bei diesem Thema wird einem klar, dass es bei der Gestaltung des Rathausforums nicht nur um Ästhetik geht, sondern auch um einen Ruf.

Mehr zum Rathausforum: Text „Der Turm kippt zur Spree – städtebauliche Qualitäten im Schatten des Fernsehturms“ (2009)

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