Maaßenstraße für alle – Berlin eröffnet die erste Begegnungszone

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5. Oktober 2015
Maaßenstraße: Quader

Kunstquader in Nollendorfstraße. Hier wurden die Quader von Anwohnern, Künstlern und jedem, der dazu Lust hatte unter der Leitung des Künstlerpaares Sofia Camargo und Thomas E.J. Klasen bemalt. Jetzt säumen sie den Fußgängerbereich in der Begegnungszone. (Foto: André Franke)

Mit roten Scheren durchschnitten sie das rote Band. Und die Herbstsonne schien vom Winterfeldtplatz in die Maaßenstraße. Da kniffen die Politiker die Augen etwas zu. Seit heute Mittag hat Berlin eine Begegnungszone. Die Maaßenstraße ist jetzt eine Straße für alle. Vor allem für Fußgänger, und ich muss sagen, das Projekt produziert bei dem frühlingshaften Wetter eine Aufbruchsstimmung. Hier hat man sich getraut, einen Stadtraum anders zu denken. Ihn anzupassen an seine ganz eigene Realität, sein Verkehrsaufkommen. Seine Hauptbotschaft: Ruhender Verkehr raus, Lebendigkeit rein.

Ein paar Restflächen müssen noch fertiggestellt werden. In manchen Abschnitten sieht die Maaßenstraße noch wie eine Baustelle aus. So lassen wir die Maaßenstraße als Begegnungszone erstmal zu sich kommen. Nächsten Frühling, dann bei Frühlingssonne, mache ich den Pilgermarsch, den ich eigentlich für die Eröffnung plante (vom Alex in die Maaßenstraße). Dann werden auch die letzten Container verschwunden sein, alle Plastersteine verlegt.

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Ein Kommentar zu Maaßenstraße für alle – Berlin eröffnet die erste Begegnungszone

  1. Michael Thomas Röblitz on 12. Oktober 2015 at 9:19 AM

    Leider sehe ich diese Begegnungszone durchaus nicht so positiv. Für 800.000 Euro das unaufgeräumte Ambiente eines eilig verlassenen Straßenfestes und auf 1 1/2 Fahrspuren eine zick-zack Begegnungszone für Fahrräder, PKW, LKW, stehenden Lieferverkehr und gelegentlich auch Polizei und Feuerwehr. Als Radfahrer werde ich diesen Bereich in Zukunft wohl eher meiden und inständig hoffen, dass uns dieser Quatsch für die Bergmannstraße erspart bleibt …

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