Gäste? Nicht in meinem Garten

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3. September 2010

— Nachricht —

An der Schönholzer Straße in Prenzlauer Berg wehren sich Anwohner und mehr als zehn Hauseigentümer dagegen, ihre Grundstücke zu Gunsten der Gedenkstätte Berliner Mauer an das Land Berlin zu verkaufen. Durch die Gärten mehrerer Gebäude verläuft heute der ehemalige Postenweg, auf dem zu DDR-Zeiten Grenzsoldaten im Mauerstreifen patrouillierten. Dieser soll im Zuge der Erweiterung der Gedenkstätte wiederhergestellt und öffentlich zugänglich gemacht werden. Die Eröffnung des Postenwegs ist für August 2011 geplant, schreibt der Tagesspiegel. Zur Zeit wird für das Gedenkstättenareal ein Bebauungsplan aufgestellt, am 27. August endete die erneute öffentliche Auslegung. Drei Eigentümer ließen ihre Bedenken von Rechtsanwälten formulieren. Die Bewohner des Mehrgenerationenhauses in der Schönholzer Straße 13/14 schlugen ein Kaufangebot des Senats in Höhe von 100.000 Euro für eine Postenwegfläche von 163 Quadratmetern aus, berichtet die Berliner Zeitung. Sie kündigten an, gegen den Bebauungsplan zu klagen, falls dieser so festgesetzt würde. Eine weitere Eigentümerin lehnte ein Angebot von 305.000 Euro ab. Auf ihrem Grundstück an der Bernauer / Ecke Brunnenstraße ist der zukünftige Eingang in die Gedenkstätte geplant.

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Ein Kommentar zu Gäste? Nicht in meinem Garten

  1. vicente celi on 25. September 2010 at 4:56 PM

    es geht um eine fehlplanung ohne rücksicht auf die menschen die da wohnen und wohnen werden.

    1. der bebauungsplan ist eine zumutung. die baunvo wird nicht eingehalten.
    a. teile der zu bebauende fläche erlaugt gerade mal 4 stockwerke. es sollen aber 7 werden.
    b. die meisten überbleibende gärten unterschreiten die notwendige fläche für mülltonnen, fahrräder, vorgeschriebene spielfläche für kinder, etc.
    c. die abstandsfläche zu anderen grundstücke wird nicht eingehalten.
    d. verschattung durch seitenflügel (mäanderbauform)
    e. etc.
    2. das selbsternannte „obergutachtergremium“ besteht u.a. aus 2 investoren (??).
    es geht um gewinnmaximierung und nicht um nachhaltiges miteinander wohnen.
    3. die anwohner wurden nicht gefragt, angebotene kompromissvorschläge ignoriert.
    4. es wurde versäumt, rechtzeitig eine würdige mauergedenkstätte zu planen, stattdessen wurden gründstück verkauft, baugenehmigungen erteilt. jetzt droht enteignung.
    5. auf die grundstückverkleinerung empfiehlt der senat, die kinder und alten zum 400 meter entfernten mauerpark zu bringen. danke für den tip.

    übrigens das haus 13/14 ist ein zertifiziertes passivhaus ausgezeichnet mit dem preis: „Generationendialog in der Praxis – Bürger initiieren Nachhaltigkeit“.
    besser kann man seinen stadtbewohner verpflichtungen nicht nachkommen.

    wir haben die meßlatte hochgelegt und erwarten einen sozial gerechten bebauungsplan.

    vicente celi

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