Die fragwürdigste Wohnarchitektur in Berlin – ein Vorschlag für den Plattformpreis 2014

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28. Juli 2014

Plattform Nachwuchsarchitekten suchen für ihren diesjährigen Plattformpreis Vorschläge zu fragwürdiger Architektur in Berlin im Bereich Wohnen. Mein Vorschlag: das für Studenten gebaute Containerdorf am Plänterwald in der Eichbuschallee 51 in Treptow. Aus später einmal insgesamt 412 ausgedienten, übereinander gestapelten Schiffscontainern stellt Investor Jörg Duske mit dem Projekt „Franky & Johnny“ comfortablen, der deutschen Baunorm entsprechenden Wohnraum für Berliner Studenten her und baut damit auch ein Stück Stadt. Fragwürdig daran ist für mich:

  1. Ist das schon Städtebau oder einfach nur herzlos?
  2. Wie wegweisend wird das Bauen in Modulen bei Erfolg des Projekts für Berlin an anderen Orten in der Zukunft sein?
  3. Warum leisten sich die Studenten für die 14 Euro pro Quadratmeter, die sie für den Container zahlen, keine herkömmliche, frisch sanierte Berliner Dachgeschoss-Wohnung in den innerstädtischen Gründerzeitvierteln?

20 von insgesamt 412 Containern sind schon gebaut. Jeden Samstag finden Führungen statt, bei denen man die Wohnungen besichtigen kann.

Containerdorf in der Eichbuschallee 51: modular wie Plattenbau, aber hochflexibel, Juli 2014

Containerdorf in der Eichbuschallee 51: modular wie Plattenbau, aber hochflexibel, Juli 2014

 

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