Besetzt! – Warum ein Sicherheitsabstand für Mahnmale die Mahnungen glaubwürdiger macht

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12. März 2013

Zwei Mahnmale in einem Hain – das geht nun wirklich nicht. Die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft möchte ein Mahnmahl neben dem Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma im Tiergarten errichten. Das bedeutet, dass es ein sehr kleines werden wird, denn zwischen Reichstag und dem Denkmal ist kaum Platz. Nur ein paar Büsche stehen dort und schützen das kreisrunde Wasserbecken mit der immer frischen Blume auf dem Podest vor dem Straßenlärm. Wer auf dem Weg vom Platz der Republik zum Brandenburger Tor diese ruhige Idylle betritt, ist durch eine Art Tür gegangen, die ständig offen steht. Wer sie wieder verläßt, geht mit erhobenem Zeigefinger und trägt die Mahnung, von den Toten überbracht, zu denen, die sie brauchen, notfalls vor Ort. Möge der Zeigefinder überzeugend sein! Zwei, zur gleichen Zeit in der Luft, sind es aus meine Sicht jedenfalls nicht.

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