100 Jahre Groß-Berlin: (1.) Die Wohnungsfrage – Entwicklungsfaktoren der Großstadtregion

Von
29. Januar 2016

— Einladung der Hermann-Henselmann-Stiftung —

Einladung der Hermann-Henselmann-Stiftung, 12. Kolloquium, 2016

Katrin Lompscher, Harald Bodenschatz, Klaus Brake:

2020 jährt sich eines der bedeutendsten Ereignisse in der Geschichte Berlins zum 100. Mal: die Bildung der neuen Stadtgemeinde Berlin zum 1. Oktober 1920. Das Gesetz über die Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlin, das so genannte «Groß-Berlin-Gesetz», wurde am 27. April 1920 verabschiedet. Die Hermann-Henselmann-Stiftung nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, sich in mehreren Kolloquien mit Schlüsselthemen der ­Stadtentwicklung des Großraums Berlin zu befassen: Nach der ersten Konferenz zur Wohnungsfrage (2016) folgen die Dimensionen Verkehr (2017), Grün (2018) sowie Planungskultur (2019). 2020 werden auf einer Abschlusskonferenz die Perspektiven für die Hauptstadtregion diskutiert.

Den Auftakt bildet der Wohnungsbau, der durch die Bildung von Groß-Berlin eine völlig neue Grundlage erhielt. Vor dem Hintergrund der neuen Einheitsgemeinde entstand ein öffentlich kontrollierter ­Wohnungsbau, der in der Weimarer Republik, in der nationalsozialistischen Zeit und in den Jahrzehnten der Spaltung der Stadt unterschiedlichste Formen annahm. Berlin wurde so zu einem einzigartigen Labor eines nicht-privaten Wohnungsbaus – Erfahrungen, die heute weitgehend vergessen sind.

Bereits 2012 hatte die Hermann-Henselmann-Stiftung den 150. Jahrestag des Hobrecht-Plans zum Anlass genommen, mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen die Wohnungsfrage zu thematisieren. Die Situation hat sich seither weiter zugespitzt. Angesichts des dynamischen Bevölkerungszuwachses und der veränderten ­ökonomischen Rahmenbedingungen sind dringend neue Strategien des Wohnungsbaus gefragt, die die gesamte Großstadtregion in den Blick nehmen. Lernen aus der Geschichte und von ­Anderen, Qualität auch bei hoher Quantität anstreben und eine dem 21. Jahrhundert angemessene Bau- und Planungskultur entwickeln – das sind die Leitperspektiven, denen das 12. Kolloquium der ­Hermann-Henselmann-Stiftung nachgehen soll

Um Anmeldung wird gebeten: cl@hermann-henselmann-stiftung.de

Für Fragen und Anmerkungen kontaktieren Sie die Hermann-Henselmann-Stiftung bitte:
per Kontaktformular oder per Mail


12. HERMANN-HENSELMANN-KOLLOQUIUM
27. Februar 2016, 10 bis 20 Uhr · Abgeordnetenhaus von Berlin, Raum 376 · Niederkirchnerstraße 5 · 10117 Berlin · Eintritt 7/5 Euro

Eine Veranstaltung der Hermann-Henselmann-Stiftung.
Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit Helle Panke e.V. —
gefördert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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